Heft 2/14 - Arzneien bei ADS/ADHS

Cimex, Mercurius solubilis, Abelmoschus & Co. statt Ritalin

Mit ADHS-Beiträgen von Cimex, Abelmoschus, Merciurius, Argentum amalgamicum, Physalis  ...
Praxiserfahrungen bei Patienten mit der Diagnose ADS/ADHS. Mit folgenden Beiträgen und Fällen:
- Argentum amalgamicum (Silberamalgam)
- Cimex lectularius (Bettwanze)
- Physalis alkekengi (Lampionblume, Judenkirsche)
- Abelmoschus
- Acanthaster planci (Dornenkronenseestern)
- Mercurius solubilis

Zusatzbeiträge:
- Medorrhinum (Kasuistik)
- Seminarreport Dr. Michal Yakir in München
ADS/ADHS - eine Einführung

Einführende Betrachtungen und Hinweise zur Diagnose, den Symptomen, der schulmedizinischen Behandlung, möglichen „Ursachen“, Schulproblemen, Trainings für Kinder und Eltern und wichtigen Repertoriumsrubriken in Bezug auf die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis, verfasst von der Heilpraktikerin und Diplom-Psychologin Marion Walsdorff (Berlin).


„Ritalinkind“

lautet die Headline des Falles von Karl-Josef Müller (Zweibrücken). Bei dem Patient handelt es sich um einen frühreifen Bub, bei dem die Aspekte „Geschwindigkeit/Eile“, „Aktivität“, „Krieg/kämpfen“ wie auch das Temperaturverhalten und die Nachtschweiße auf das Quecksilber Merc. hinwiesen. Aber der zusätzliche Aspekt von „Auf-der-Bühne-Stehen“ bzw. „Anerkennung“ sprach eher für das potenzierte Silber Arg., somit war die Lösung das Silberamalgam Argentum amalgamicum. Nach zwei Gaben innerhalb von zehn Wochen kam es nach einer zweiwöchigen Verschlimmerungsphase zu einer fast schlagartigen Besserung, so dass innerhalb der Folgezeit von 18 Monaten weder weitere Verordnungen von Argentum amalgamicum (Argentum amalganum) wie noch von Ritalin erforderlich waren.


Cimex lectularis bei Tics, Ängsten und ADHS

Die Bettwanze Cimex lectularis war die Arznei der Wahl bei einem Jungen, die das Konzentrationsvermögen, die Zappeligkeit und die innere Anspannung (an den Fingern knabbern) so deutlich besserte, dass nach mehreren Gaben innerhalb eineinhalb Jahren für die Eltern kein Handlungsbedarf mehr bestand, Cimex weiterhin zu verordnen (Behandlerin: Heike Dahl, Berlin).


Cimex in der homöopathischen Praxis

Informationen zur Bettwanze sowie Praxiserfahrungen aus zwei Cimex-Fällen von M. Mangialavori (zusammengetragen von Thomas Schweser).


Die Polaritätsanalyse nach Dr. med. Heiner Frei bei ADHS

Erfahrungen mit der Anwendung der Bönninghausen-Methode und der Polaritätsanalyse bei der Behandlung von ADHS von Heike Dahl (Berlin).


Das Nachtschattengewächs Physalis alkekengi

Die Lampionblume (Judenkirsche) Physalis alkekengi ist eine Solanacea, die den bekannten Nachtschatten wie Stram. oder Bell. in der Heftigkeit der Symptomatik und der Bedrohlichkeit des Gemütszustandes in nichts nachsteht. Nick, der Patient des Falles, bezeichnet sich als „wild“ und „manchmal verrückt“, Behandlungsgründe waren neben der Hyperaktivität, Problemen mit der Rechtschreibung, Kopfschmerzen und Eifersucht vor allem auch gewalttätiges Verhalten gegenüber Familienmitgliedern: „Er stand auch schon mit dem Messer vor mir ... wie ein Psychopath.“ Wie gut und wie schnell die verordnete Arznei Physalis wirkte, nachdem Stram. keine anhaltende Besserung erbrachte, finden Sie ab S. 34 dokumentiert (Therapeutin: Katharina Brand, Berlin).


Eine Verordnung von Abelmoschus bei ADHS

Domenico war ein neugieriges Kind, dessen Anspannung sich in kleinen Grimassen oder ruckartig-plötzlichen Bewegungen äußerte. Aufgrund seines Unvermögens, sich auch nur wenige Minuten auf eine Sache zu konzentrieren, einer niedrigen Frustrationstoleranz und eines manchmal aggressiven und grenzüberschreitenden Verhaltens, hatte er einen schwierigen Stand in der Schule. Innerhalb weniger Monate unter den Gaben von Abelmoschus wurde er viel entspannter, weniger ängstlich und reifer. Sein Konzentrationsvermögen besserte sich deutlich wie auch sein gesamtes Sozialverhalten (Behandler: Dr. med. Giacomo Merialdo, Genua).


Gewalt im Traum - ein Fall von Acanthaster planci

Der Dornenkronenseestern Acanthaster planci (Repertorium: Acan-pl.) wurde von der Behandlerin Sigrid Lindemann unter Anwendung der Empfindungsmethode von Rajan Sankaran für ein Kind gefunden, das den Schulalltag (in Indien) ausschließlich damit verbrachte, draußen zu sein, herumzurennen und auf Bäume zu klettern. Das Thema Hausaufgaben hatte der Vater schon lange aufgegeben. Nach Acanthaster planci fing der 14-jährige Bub innerhalb zweier Monate an zu lesen und zu lernen, und die Hausaufgaben werden seitdem zufriedenstellend erledigt. Zudem besserte sich das Sozialverhalten (weniger Streit) und der Würgehusten trat nicht mehr auf.


Ein chaotisches Kind mit mangelndem Gespür für Gefahren

ADHS mit schwierigem Sozialverhalten sowie häufige Infekte der oberen Atemwege mit rezidivierenden Otitiden und Angina tonsillaris sind die Eckpunkte des Falles eines Kindes, dem eine Gabe Mercurius solubilis C30 ein halbes Jahr lang deutliche Besserung bescherte. Zwei weitere Gaben Mercurius innerhalb des nächsten Jahres bei erneut wieder auftretenden Beschwerden der Ohren erbrachten dann eine dauerhafte Wandlung um 180 Grad, wie die Mutter zehn Jahre später berichtete (Autor: Christoph Schlüter, Weingarten).


Medorrhinum bei Infektanfälligkeit und Nesselsucht

Ein „Nachschlag“, der in der vorhergehenden Ausgabe 1/14 zu den Nosoden keine Berücksichtigung mehr gefunden hat, ist der Medorrhinum-Fall eines Mädchens, das unter häufigen Infektionen der Atemwege wie auch der Harnwege litt, die zumeist mit reichlichen (bakteriellen) Absonderungen einhergingen wie auch einer Urtikaria (Behandlerin: Birgit Nalepa, Waldmohr (LK Kusel)).


Seminarreport Dr. Michal Yakir

Den Abschluss bildet eine dreiseitige Mitschrift einer Fortbildung in Herrsching bei München, in der sich die israelische Ärztin und Botanikerin Michal Yakir den ersten beiden Spalten ihrer Pflanzentabelle widmet, ergänzt durch drei Kurzfalldarstellungen von Asimina triloba, Ficus religiosa und Arum maculatum.


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